Vereinigung der Forsttechniker e.V.

OLG gibt Kartellamt Recht

Der Erste Kartellsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf hat mit dem Beschluss vom 15. Mrz die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamts gegen das Land Baden-Württemberg im sogenannten "Rundholz-Kartellverfahren" im Wesentlichen bestätigt. Dem Land Baden-Württemberg bleibt es untersagt, die Vermarktung von Rundholz für Körperschafts- und Privatwälder mit einer Fläche von mehr als 100 ha durchzuführen. Ebenso darf das Land für Besitzer von Waldflächen mit einer Größe von über 100 ha nicht mehr die jährliche Betriebsplanung, die forsttechnische Betriebsleitung und den Revierdienst durchführen, wenn es hierfür eigenes Personal einsetzt oder für seine Dienstleistungen keine kostendeckenden Entgelte verlangt.

Die Vereinigung der Forsttechniker e.V. hat sich auf der Jahreshauptversammlung 2016 für diesen Beschluss ausgesprochen und begrüßt ihn mit folgenden Gründen:
1. Forstaufsicht und Betriebsausführung /-leitung liegen nicht bei der gleichen Behörde sondern bei verschiedenen Personenkreisen. Es gibt somit keinen Interessenkonflikt.
2. Kostendeckung schafft Chancengleichheit für andere Anbieter